Vorwort zum Schulprogramm

Im Laufe der letzten Jahre entfachte die Auseinandersetzung mit diesem Schulprogramm immer wieder konstruktive Diskussionen in unserem Kollegium. Pädagogische Ideen wurden entwickelt, von verschiedenen Standpunkten beleuchtet, verändert, verworfen oder im Programm der Schule verankert. Dabei erarbeiteten wir die Inhalte arbeitsteilig. Gemeinsam wurde anschließend im Plenum um eine Entscheidung gerungen.

Selbstverständlich ist dieses Schulprogramm nicht vollständig, denn es versteht sich als Dokumentation eines Weges, auf den sich die Schule gemacht hat und den sie immer weiter gehen wird. So ist es auch verständlich, dass viele Einzelheiten noch nicht ausformuliert, ausgereift oder überholungsbedürftig sind. Immer wieder schoben und schieben sich aktuelle pädagogische Erkenntnisse und neue Vorgaben in den Vordergrund, was sich auch in unserem Schulprogramm niederschlug. An dieser Stelle beeinflusste die Aufnahme der Grundschule Deininghausen mit 76 Kindern und 3 Lehrkräften so wie die Teilstandortbildung der ehemaligen Grundschule Grüner Weg (78 Kinder und 5 Lehrkräfte) unsere Arbeit maßgeblich. Durch die Größe des Kollegiums und die Eingliederung von Kolleginnen und Kollegen, aber auch von Schülerinnen und Schülern gewann die Schulprogrammarbeit durch die Festlegung und die Verbindlichkeit von Absprachen immer weiter an Bedeutung.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern unserer Schülerinnen und Schüler war einer der ersten Schwerpunkte, die wir setzten. Uns war und ist die Frage, wie wir mit den Erziehungsberechtigten im Sinne der Kinder den Erziehungsprozess gestalten können, ein Anliegen höchster Priorität. Die Eltern-Lehrer-Vereinbarungen wurden in diesem Jahr erneuert, hinzu kommt die Festlegung auf ein gemeinsames Erziehungskonzept.

Fest verankert ist seit Jahren das Konzept der Gewaltprävention. Ein gemeinsam entwickeltes Gerüst aus Regeln und Maßnahmen zu deren Umsetzung sollen den Schülerinnen und Schülern Sicherheit geben und ihre sozialen Kompetenzen stärken. In diesem Zusammenhang ist auch das Kinderschulparlament an unserer Schule zu sehen: Regelmäßig einmal im Monat treffen sich Vertreterinnen und Vertreter aller Klassen um über Probleme zu sprechen, Lösungsvorschläge zu erarbeiten und Verantwortung für unsere Schule und das Schulleben zu übernehmen.

In den letzten Jahren spielte vor allem die Weiterentwicklung der Betreuung zu einem schlüssigen Konzept der Ganztagsgrundschule eine wichtige Rolle. Weiterentwickelt haben wir auch unseren Konsens bezüglich der Offenen Unterrichtsformen in allen Jahrgängen. Auch die Themenbereichen Diagnose und Förderung bildeten einen Schwerpunkt der Auseinandersetzung. Die Erstellung von Förderplänen stand dabei im Mittelpunkt.

Aktuell beschäftigen wir uns mit der Umsetzung von Inklusion an unserer Schule und der Frage, wie wir allen Kinder gerecht werden können. Schwerpunkt bildet dabei die Überarbeitung des Leistungskonzepts unserer Schule. Einen Meilenstein haben wir mit der Festlegung des Leistungsbegriffs für diese Schule bereits erreicht! Die Überarbeitung des Leistungskonzepts für alle Fächer ist unseres nächste Aufgabe, die wir mit dem Fach Mathematik beginnen.

Dieses Schulprogramm soll einen Überblick über den aktuellen Stand der pädagogischen Arbeit an unserer Schule geben. Es lebt von der ständigen Weiterentwicklung und Veränderung. Unter dem Punkt „Schulentwicklung“ finden sich die Ziele und Entwicklungen der vergangenen Jahre, so dass der Weg des Schulprogramms auf diese Weise nachvollziehen lässt.

Wir hoffen, dass unser Schulprogramm allen Lehrkräften und interessierten Eltern eine Übersicht über die Grundsätze und Ausführungen unserer pädagogischen Arbeit gibt.

Einen Teil der Konzepte veröffentlichen wir auf unserer Homepage, das ganze Schulprogramm ist jederzeit im Sekretariat einzusehen.

Castrop-Rauxel, Januar 2016